Das Projekt GOLD (Getting older with a disability)befasst sich mit dem Thema Alter und Behinderung
Hintergrund
Die durchschnittliche Lebenserwartung der Weltbevölkerung steigt rapide an, und der Anteil der über 60-Jährigen wirdsich bis 2050 voraussichtlich beinahe verdoppeln. Auch die Zahl der Menschen mit Behinderung, die ein hohes Alter erreichen, nimmt immer weiter zu. Dies stellt das Gesundheits- und Sozialwesen vor besondere Herausforderungen. Das Altern mit einer Behinderung führt oft zu einer vorzeitigen Verschlechterung des Gesundheitszustands und einererhöhten Anfälligkeit für Folgeerkrankungen. Obwohl einige Risiken dieselben wie für die alternde Gesamtbevölkerung sind, bestehen für Menschen mit Behinderung im Alter Lücken bei adäquaten Unterstützungsangeboten und den entsprechenden Kompetenzen der Fachkräfte. Das GOLD Projekt zielt darauf ab, Fachkräfte, Ehrenamtliche sowie pflegende Angehörige im Bereich der Behindertenhilfe und Altenpflege mit den notwendigen Instrumenten und dem Wissen auszustatten, um Risiken frühzeitig zu erkennen und eine hochwertige Unterstützung für alternde Menschen mit Behinderungen sicherzustellen.
Worum geht es im GOLD Projekt?
Das GOLD Projekt zielt darauf ab, Fachkräfte, Ehrenamtliche sowie pflegende Angehörige mit den notwendigen Kompetenzen auszustatten, um die Qualität der Unterstützungsleistungen zu verbessern und sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderung in Würde möglichst gesund altern. Die neuen Herausforderungen in der Pflege, die sich durch die erhöhte Lebenserwartung von Menschen mit Behinderungen ergeben, erfordern innovative Lösungen. Das GOLD Projekt unterstützt die interprofessionelle Zusammenarbeit zur entsprechenden Anpassung der Dienstleistungen in den Bereichen Behindertenhilfe und Altenpflege, und hat sich das Ziel gesetzt durch Weiterbildung, Bewusstseinsbildung und die Bereitstellung praktischer Tools die Inklusion und Teilhabe von sowie die bessere Unterstützung für Menschen mit Behinderung im Alter zu fördern.
Was sind die wichtigsten Ziele des GOLD Projekts?
- Weiterbildung von pflegenden Angehörigen, Ehrenamtlichen und Fachkräften, um den komplexen Bedürfnissen alternder Menschen mit Behinderung gerecht zu werden
- Förderung der Inklusion und der Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe und Selbstbestimmung sowie die Wahrung der Würde von Menschen mit Behinderung im Alter
- Bewusstseinsbildung für pflegende Angehörige, Ehrenamtliche und Fachkräfte, die öffentlichen Verwaltung und die Zivilgesellschaft, um für die spezifischen Herausforderungen für alternde Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren
Das Projekt zielt darauf ab, innovative Lösungen im Bereich der Behindertenhilfe und Altenpflege zu entwickeln um dem wachsenden Bedarf von alternden Menschen mit Behinderungen gerecht zu werden. Durch die Förderung von Zusammenarbeit, Entwicklung von Schulungsmaterial und Bewusstseinsbildung will das GOLD Projekt eine Zukunft mitgestalten, in der Menschen mit Behinderung auch im Alter hochwertige Pflege und Unterstützung erhalten, um in Würde und Autonomie zu leben.
Um dies zu erreichen, wird das GOLD Projekt praktische, benutzerfreundliche E-Learning Module entwickeln, um Fachkräfte aus dem Sozialbereich, aus dem Gesundheitswesen, der pädagogischen Betreuung und der Pflege sowiepflegende Angehörige und Ehrenamtliche für die Anpassung der Pflege und Unterstützungsleistungen zu rüsten.
Inspirierende Erfahrungsberichte und Good Practice Beispiele
Die Partnerorganisationen legen großen Wert darauf, dass sich das GOLD Projekt an den Realitäten der Zielgruppen orientiert und die Ergebnisse des Projekts so gut wie möglich auf die Bedürfnissen der Fachkräfte, pflegendenAngehörigen, Ehrenamtlichen und der Menschen mit Behinderungen abgestimmt sind. Aus diesem Grund widmeten sich die Projektpartner:innen in den ersten Monaten umfangreichen Recherchen und Interviews.
Zunächst wurden im Rahmen des GOLD-Projekts Good Practice Beispiele im Zusammenhang mit alternden Menschen mit Behinderungen identifiziert, Erfahrungsberichte von alternden Menschen mit Behinderung, den sie unterstützenden Fachkräften und pflegenden Angehörigen sowie Ehrenamtlichen gesammelt und derWeiterbildungsbedarf analysiert. Dazu recherchierten die GOLD-Projektpartner:innen Informationen zu 23 bewährtenVerfahren und führten 45 qualitative Interviews.
Die gesammelten Informationen wurden analysiert und die Ergebnisse sind in drei Dokumente eingeflossen. Der Forschungsbericht gibt einen Überblick über aktuelle Strategien sowie politische und rechtliche Rahmenbedingungen zum Zeitpunkt des Projektstarts. Das Projekt will auch Anregungen für die Praxis geben und Erfahrungen im Zusammenhang mit Pflege- und Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderung im Alter hervorheben.
Der Synthese-Bericht fasst die Schlussfolgerungen und Empfehlungen aus der Recherche, die Analyse der qualitativen Interviews sowie die Schlüsselkonzepte zum Thema Alter und Behinderung zusammen.
Darüber hinaus wird ein Kompetenzrahmen entwickelt, der auf den Europäischen Qualifikationsrahmen abgestimmt ist und die erforderlichen Kompetenzen, Kenntnisse und Einstellungen von Ehrenamtlichen und pflegenden Angehörigen, die Menschen mit Behinderung im Alter unterstützen, strukturiert und verständlich darstellt. Dieser Kompetenzrahmen bildet den Ausgangspunkt für die E-Learning Module, die im Rahmen des GOLD Projekts entwickelt werden.
All diese Materialien werden bald auf der GOLD Website verfügbar sein: Bleiben Sie auf dem Laufenden!
Wer sind die Partnerorganisationen?
Das GOLD Projekt Konsortium besteht aus neun Organisationen aus Belgien, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal und Rumänien.
AGFE – Frankreich | Projektkoordination https://www.agfe95.eu/en/
UNESSA – Belgien http://unessa.be/Homepage.aspx
ANZIANI E NON SOLO – Italien https://www.anzianienonsolo.it/online/ SCUOLA CENTRALEFORMAZIONE – Italien https://scformazione.org/ APROXIMAR – Portugal www.aproximar.pt
CHANCE B – Österreich https://www.chanceb-gruppe.at
ASSOC – Rumänien www.assoc.ro
EUROPEAN PLATFORM FOR REHABILITATION – Belgien https://www.epr.eu/
AGE PLATFORM EUROPE – Belgien https://www.age-platform.eu/
Das zweite transnationale Partner-Treffen in Modena
Von 6. bis 7. Mai 2025 haben sich die Europäischen Projektpartner aus Belgien, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal und Rumänien in Modena (Italien) zum 2. transnationalen Projekt-Meeting getroffen. Die zwei Tage standen im Zeichen von produktiven Diskussionen, auf deren Basis die nächsten Schritte vereinbart wurden.
Das persönliche Treffen und der angeregte Austausch zwischen den Projektpartnerinnen haben viel dazu beigetragen,die Zusammenarbeit zu stärken und zu koordinieren, sowie die Qualität der Projektergebnisse zu verbessern.
Die engagierten Mitglieder des Projektkonsortiums nutzten das Treffen auch dazu, die bisher erreichten Meilensteine zu feiern und die Ziele und Aktivitäten für die nächsten Monate festzulegen.
Es wurde schon viel erreicht, und es gibt noch viel zu tun!
Für weitere Informationen und Updates zum GOLD Projekt besuchen Sie die Webseite https://gold-project.eu/
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