Menschen mit Behinderung im Alter: Veränderungen erkennen und Wohlbefinden unterstützen

Altern ist ein natürlicher Prozess, der körperliche, kognitive und emotionale Veränderungen mit sich bringt. Bei Menschen mit Behinderung können diese altersbedingten Veränderungen früher auftreten und stärkere Auswirkungen auf den Alltag, die Selbstständigkeit und das allgemeine Wohlbefinden haben.

Das GOLD-Projekt betont die Relevanz Anzeichen des Alterns zeitnah zu erkennen, wie etwa Einschränkungen in der Mobilität, Gedächtnisprobleme, sensorische Veränderungen, emotionale Belastung und zunehmende soziale Isolation. Eine frühzeitige Erkennung ermöglicht es Begleitpersonen und Fachkräften, rechtzeitig Unterstützung bereitzustellen und Angebote an die sich verändernden Bedürfnisse anzupassen.

Eine Vielzahl von Screening- und Assessment-Instrumenten, darunter kognitive, funktionale und ernährungsbezogene Bewertungen, können helfen, Veränderungen zu beobachten und eine personenzentrierte Unterstützung zu gewährleisten. Gleichzeitig ist es entscheidend, bauliche, soziale und systemische Barrieren abzubauen, um sicherzustellen, dass ältere Menschen mit Behinderung aktiv bleiben und in ihre Gemeinschaft eingebunden sind.

Für gesundes Altern braucht es mehr als den Umgang mit Gesundheitsproblemen. Dazu gehört auch die Förderung von Autonomie, die Unterstützung von Teilhabe, eine verbesserte Barrierefreiheit sowie eine offene Kommunikation über das Altern und sich verändernde Bedürfnisse.

Mit praxisnahen Ressourcen und Schulungen möchte das GOLD-Projekt Begleitpersonen, Fachkräfte und Familien stärken, sodass sie Menschen mit Behinderung im Alter besser dabei unterstützen können, ihre Würde, Selbstständigkeit und Lebensqualität zu erhalten.